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Coaching, Bewältigung Ihrer Krisen, Konflikte, Herausforderungen

Test ist nicht gleich Test,

unterschiedliche Ansichten nur schwer vergleichbar.
Am Beispiel der Automobilbranche mit Prüfverfahren für Sicherheitssysteme lassen sich die verschiedenartigen Testmethoden und deren Unsinnigkeit darstellen.
Der Wildwuchs bei internationalen Sicherheitsstandards für die Prüfung von passiven Sicherheitssystemen ist nicht mehr aufzuhalten.
Bei bestehenden Standards von Prüfverfahren für passive Sicherheitssysteme ist der Zug zur Vereinheitlichung mehr oder weniger abgefahren. Obwohl es Ausnahmen gibt. Beim Euro-NCAP-Test zum Seitenaufprallschutz wird der europäische Crashtest-Dummy durch den international harmonisierten World-Sid ersetzt werden. Das gelingt zwar nicht, wie jüngst noch geplant, bis 2014, aber spätestens 2015. Bei Tests von aktiven und integrierten Sicherheitssystemen haben Autohersteller, Unfallforscher und Verbraucherschützer die historische Chance, den Wildwuchs von vornherein zu vermeiden, beispielsweise bei Verfahren zur Prüfung von Assistenzfunktionen zum vorausschauenden Fußgängerschutz. Hier leisten die Forscher wichtige Vorarbeit, weil nachgelagert, auf politischer Ebene, nur sehr schwer harmonisiert werden kann.

Was lässt sich konkret vereinheitlichen?
Zum Beispiel der Test mit einem Fußgänger-Dummy und die Unfallszenarien zum vorausschauenden Fußgängerschutz. Forscher in den USA und Deutschland verfolgen bisher zwei unterschiedliche Testmethoden. Entweder wird der Dummy im letzten Moment vor dem Aufprall weggeschwenkt. Das favorisieren wir bei der Bundesanstalt für Straßenwesen. Oder der Dummy ist extrem leicht und weich und vermeidet beim Aufprall auf diese Weise Schäden am Fahrzeug und dessen Sensorik. Beide Methoden sind nicht falsch. Ich denke, wir werden gemeinsam mit den Amerikanern frühzeitig zu einem einheitlichen Ansatz kommen.

Das komplette Interview mit dem Leiter Fahrzeugtechnik der Bundesanstalt für Straßenwesen, Andre Seeck finden Sie hier